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Orientierung bietet auch den Klienten eine einfache Körperorientierte Diagnostik, mit der wir das traumatische Grundmuster erkennen und die Therapie ausrichten können. Dabei steht die im Körper gebundene Unterbrechung, Blockierung und Übererregung grundlegender Impulse und Refl exe im Vordergrund, die Grundlage auch emotionaler und kognitiver Symptome ist - besonders die Kontraktionen der Schreck- wie Rückzugsreflexe und –reaktionen.

Stabilisieren heißt bei diesem Ansatz in erster Linie Entlasten von Übererregung und zuviel Spannung, Erden der Energie und Kontrolle gewinnen über das eigene Befinden. Neurogenes Zittern und Druckpunktmassage ermöglichen das Lösen überspannter Muskeln, ihrer Ansätze und harter Bindegewebsknoten, das Erden in der gegenwärtigen, physischen Realität beruhigt und weckt auf und die Sinngebung von Reflexen und Reaktionen hilft der emotionalen Regulation.

Verarbeitung gelingt, wenn unterbrochene Reflexe, Impulse und Reaktionen in ihrer Intention nachvollzogen und wenn nötig entladen werden, wenn im und nach dem Trauma unterdrückte oder vergeblich ausagierte Affekte zu ihrem eigenen, präzisen emotionalen Ausdruck in der Gegenwart finden und zu ihrem Abschluss kommen. Emotionales Organisieren, selektive bilaterale Stimulierung und langsame Augenbewegungen helfen dabei.

Integration ist mehr als das Zurückgewinnen oder die Entwicklung von Kontrolle, Struktur und Ressourcen und das Verarbeiten zunächst unverdaulicher Erlebnisse - es bedarf auch einer erneuten oder überhaupt neuen Bindung der Lebensenergie im Körpergewebe, der „Besetzung“ des Körpers, die Gefühl, Koordination und Repräsentanz schafft.
Dazu werden grundlegende Kompetenzen gestärkt und verankert: Energiekompetenz, Grenzkompetenz, Affektkompetenz, Interaktionskompetenz, Symbolkompetenz.

Traumakompetenz in Beratung und sozialer Arbeit
...in sozialen Einrichtungen

In Beratung und sozialer Arbeit wird zunehmend deutlich, dass auffälligem oder problematischem Verhalten häufig traumatische Ereignisse in Form schwerer körperlicher und seelischer Verletzungen zugrunde liegen - mit schwerwiegenden Folgen. Oft können Hilfsangebote aus diesen Gruünden nicht genutzt werden und viele Verhaltensweisen bleiben unverstanden, weil Beratern diagnostische Kenntnisse und geeignete Methoden im Umgang mit traumabedingten Reaktionen fehlen.

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